Jan 25 2010
Wichtiger Hinweis zur Anonymität
Ich bin jetzt durch Autoren darauf aufmerksam gemacht worden, dass sie ja immer informiert werden, wenn ein Kommentar zu ihrem Artikel erscheint, und dabei auch die Emailadresse des Kommentators erhalten. Das ist eine Standardeinrichtung der von mir benutzten Software WordPress und soll den Autoren ermöglichen, auch außerhalb des Blogs auf Kommentare reagieren zu können.
Ich finde diese Lösung gut. Deshalb habe ich bisher zu wenig darüber nachgedacht, dass damit der Autor mitunter auch erraten kann, wer den Kommentar zu seinem Artikel geschrieben hat. Wer das unbedingt vermeiden will, der muss sich also etwas einfallen lassen. Jeder sollte es jedenfalls wissen.
Ich für meinen Teil sehe viele ehrenwerte Gründe, warum man anonym schreiben will. Aber ich würde mir andererseits auch wünschen, dass man nur etwas schreibt, das man demjenigen, den es betrifft, auch direkt sagen würde.
Was meinen Sie?
3 Kommentare


































Hallo, allesamt!
Ich bin und war schon immer dafür,offen mein Gesicht zu zeigen und für das zu stehen was ich von mir gebe. Auch wenn es für den einen oder anderen sinnvoll erscheint anonym zu sein, habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Kommunikation völlig verändert ist, wenn Synonyme verwendet werden.
Zum einen sind viele unter dem “Deckmäntelchen” der Anonymität wirklich respektlos, zum anderen schreiben viele unter Synonymen natürlich viel offener ihre Meinung, insbesondere dann, wenn sie gar nicht wissen wer ihr Gegenüber ist.
Es gibt hier also auch wie immer zwei Seiten.
Da sich leider in der Vergangenheit immerwieder gezeigt hat, daß mit der Verwendung von Synonymen sehr leicht “Stimmung” machen lässt, indem sich einzelne Personen unter mehreren Synonymen angemeldet Scheindiskussionen zu bestimmten Themen liefern um diese künstlich aufzubauschen, bin ich einmal mehr gegen Anonymität. Wenn nämlich keiner mehr Anonym sein kann wird es meiner Meinung nach erst wahrhaftiger.
Ich empfehle jeden, wirklich jeden, seine Anonymität beizubehalten. Ich spreche aus Erfahrung. Borkwalde ist nicht der Ort wo man seine Meinung öffentlich äussern sollte, wenigstens nicht unter seinem richtigen Namen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens, in Borkwalde wird getratscht. Hier wird sogar falsch getratscht! Einige Ortsansässige haben nichts weiter zu tun als den ganzen Tag zu tratschen und “Stimmung” zu machen. Selbstverständlich hinter vorgehaltener Hand und hinter dem Rücken anderer. Man kann hier ganz schnell ins Abseits geraten wenn man anders denkt, es geht sogar bis zum Mobbing. Hinzu gesellt sich, ich drück mich mal vorsichtig aus, UNAUFRICHTIGKEIT. Das alleine sollte schon Grund genug sein anonym zu bleiben. Wenn es sein muss nenne ich auch gerne Namen. Jetzt kommt allerdings ein unschlagbares Argument! Wer früher oder später einen Job, eine Wohnung oder sonst was sucht, hat jetzt ganz schlechte Karten! Heutzutage wird gegoogelt. Jeder Arbeitgeber, Jobhunter, Vermieter etc. googelt die Namen seiner neuen Interessenten. Das ist heute völlig normal. Alles was im Internet geschrieben wird, landet in Suchmaschinen und Archive. Wer also unter seinem richtigen Namen seine Meinung äussert, könnte ganz schnell ins Abseits geraten. Es reicht wenn dem neuen Arbeitgeber diese Meinung nicht gefällt. Heutzutage gibt es Internet Detekteien die beauftragt werden Informationen über Personen zu sammeln. Meine bitte an alle, bleibt ANONYM!!! Die Annahme, weniger Anonymität gleich wahrhafte Meinung ist wohl ein Witz. Ich erinnere an die DDR. Meine persönlichen Erfahrungen in Borkwalde sind wahrhaftig, die wenigsten ertragen die Wahrheit, schon gar nicht von Angesicht zu Angesicht. Weitere Infos zum Thema Internet gibts hier…
http://einbisschenparanoid.wordpress.com/
Hallo,
die Möglichkeit, dass hier auf BB:-) auch anonym geschrieben werden kann, macht offenbar vielen zu schaffen. Dahinter steckt die ja leider nicht ganz unbegründete Angst, dass mancher unter dem Deckmantel der Anonymität gegen andere hetzt und schimpft. Das ist mir sowohl bei Gesprächen am Gartenzaun als auch in Gesprächen mit Gemeindevertretern gesagt worden.
Deshalb will ich mich noch einmal dazu äußern. Ich selbst schreibe hier mit Klarnamen. Auch für viele andere mag das sinnvoll sein. Man sollte ja auf BB:-) sowieso nur schreiben, wozu man auch in aller Öffentlichkeit stehen kann. Wer unseren Ort aktiv voranbringen will, der wird kaum umhinkommen, dafür auch mit seinem Namen einzustehen.
Trotzdem möchte ich die Chance, anonym zu schreiben, verteidigen. Nicht umsonst besteht diese Möglichkeit bei allen solchen Blogs, von dem der Tagesschau bis zu den Blogs von Tageszeitungen wie dem Freitag. Nicht umsonst wird vor allem anonym geschrieben.
Mancher befindet sich in Abhängigkeiten, in denen er zum Beispiel nicht möchte, dass jeder weiß, was er denkt. Muss jeder gegenwärtige und künftige Arbeitgeber auch noch wissen können, was man in seiner Gemeinde macht? – Was ist mit denen, die vielleicht nicht so gut schreiben können und Angst haben sich zu blamieren? – Andere reizt das Versteckspielen mit verschiedenen Identitäten, der Maskenball lässt grüßen. – Vielen macht zunehmend ganz generell Sorgen, was jetzt schon alles im Internet über uns zu finden ist. Ich selbst halte diesen Grund für den überzeugendsten. – Ein wenig ist es mit dem anonym Schreiben wie mit dem anonym Wählen. In der DDR hieß es auch, man könne doch offen zu seiner Wahl stehen – was wir mit gutem Grund heute anders machen. Ich finde, wer sich anonym wählen lässt, der sollte auch ein wenig anonyme Meinung ertragen können. Er hat damit auch die Chance, Dinge und Meinungen zu erfahren, die ihm – aus welchem Grund auch immer – offen nicht mehr gesagt werden. Was ja nicht ausschließt, dass offene Kritik allemal hilfreicher ist.
Wie schützt man sich nun aber vor einem Missbrauch der Anonymität? Auf BB:-) gibt es dafür entsprechende Mechanismen:
1. An erster Stelle kann ich immer nur wieder auf die Nutzungsbedingungen und die Netiquette verweisen. Ich halte den Blog offen für viele Meinungen, auch für welche, die ich überhaupt nicht teile. Nicht umsonst sind alle Fraktionen eingeladen. Aber ich habe auch keine Scheu, etwas zu sperren, wenn ich es für Missbrauch halte. Und da sage ich ausdrücklich noch eimal “ich”, denn ich muss den Blog letztlich verantworten.
2. Verantwortlich sind letztlich alle, die mitmachen, und sei es durch Lesen der Beiträge. Falls Ihnen etwas auffällt, das ihrer Meinung nach gegen die Nutzungsbedingungen verstösst und mir entgangen ist, so teilen Sie es mir bitte mit. Dafür gibt es extra den Kontakt-Button im Menü.
3. Obwohl ich dafür gegenwärtig keinerlei Anlass sehe: Sollte sich Missbrauch nicht anders verhindern lassen, kann ich auch die Nutzungsmöglichkeiten technisch entsprechend verändern. Beispielsweise könnten in einem ersten Schritt nur noch registrierte Nutzer einen Kommentar schreiben. Mit der Registrierung ist die Emailadresse eindeutig identifizierbar. In einem zweiten Schritt ließe sich das auch so einstellen, dass ich jeden Kommentar einzeln freigeben muss. Aber wollen wir das?
Ich persönlich habe nichts gegen Anonymität. Anonymität ist aber nur ein Schutz für den Schreiber und kein Freibrief zum Pöbeln oder Schlimmeres. Mit dem Betreiben dieses Blogs habe ich mich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das eingehalten wird. Sie können mir dabei helfen. Am Ende hängt alles daran, wie weit Sie mir vertrauen, und wie weit wir gemeinsam lernen, die Möglichkeiten eines Blogs produktiv zu nutzen.